Depressionen Begleitung und Perspektive Christina Bohnert

Depressionen

Wenn Menschen depressiv werden, hat das sehr oft Ursachen in veränderten und ungewohnten Lebenssituationen wie z.B. Verlust, Trennung, Tod, Kündigung des Arbeitsplatzes, Krankheit und vieles mehr. Man fühlt sich abgewertet, nicht mehr beachtet und entwickelt eine Trauer, aus der man selbst oftmals keinen Weg mehr findet. In einer Depression werden Ängste entwickelt, die den Betroffenen dann regelrecht erstarren lassen.

Da die systemische Therapie eine Depression nicht als Krankheit oder Störung sieht, sondern die Symptome in einem größeren Zusammenhang betrachtet werden, stellt sich die Frage:

  • Welchen Nutzen hat der Betroffene?
  • Wird er in seiner depressiven Situation besser wahrgenommen?
  • Bekommt er dadurch mehr Zuneigung, Aufmerksamkeit und erhöht sich sein Wert, wenn er leidet?

Hierbei gibt das gesamte Umfeld des Einzelnen Aufschluss, welche Ursachen zu den Symptomen und dem Selbstwerteinbruch geführt haben.

Die systemische Beratung bietet den Ansatz, durch wertschätzende und achtsame Haltung lösungsorientiert an einer Veränderung zu arbeiten.

Es ist wichtig, dass der Betroffene mit einem distanzierten Blick auf die depressiven Empfindungen Klarheit über die Realität bekommt, und mit alternativen Verhaltensweisen und Lösungen neue Perspektiven erkennt, die alte Verhaltensmuster ersetzen.

In vielen Fällen wird das gegenseitige Verständnis aller Systemmitglieder gefördert und individuelle Ressourcen aktiviert. Mit seinen eigenen Fähigkeiten kann der Einzelne zielgerichtet, verantwortungsvoll und selbstbewusst seinen neuen Lebensraum erschaffen und in seinem eigenen Tempo integrieren.

Wie kann systemische Beratung helfen?